Klinikum Delmenhorst gGmbH
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst
Dr. med. Rüdiger W. Schlick
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Bösartige Tumoren (Geschwulste) der Prostata sind die häufigste Krebserkrankung bei Männern höheren Lebensalters. Wenn der Tumor jedoch rechtzeitig erkannt wird, bestehen sehr gute Aussichten ihn zu heilen. Aus diesem Grund sollte jeder Mann über 40 einmal jährlich eine urologische Vorsorgeuntersuchung durchführen lassen.
Die Behandlung des Prostatakarzinoms ist einer der klinischen Schwerpunkte der Klinik. Die eine Heilung ermöglichende Standardtherapie des Prostatakrebses ist die radikale Prostatektomie (komplette Entfernung der Prostata mit Kapsel und Samenblasen sowie der Beckenlymphknoten), bei ausgewählten Patienten kann diese Operation mit Erfolg auch potenzerhaltend durchgeführt werden. Die meisten Patienten werden per Bauchschnitt operiert, wobei im frühen Erkrankungsstadium die für die Potenz wichtigen Nervenstränge erhalten werden können. Bluttransfusionen sind nur selten notwendig.
Die Prostatabiopsie ist ein standardisiertes Diagnoseverfahren zum Nachweis oder Ausschluss eines Prostatakrebses. Sollte zum Beispiel im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung ein auffälliger Tastbefund der Prostata, ein erhöhtes PSA oder eine verdächtige Veränderung in einer Ultraschalluntersuchung den Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakrebses ergeben, sollte eine Gewebeprobeentnahme folgen.
Vorbereitung
Die Prostatastanzbiopsiebiopsie wird überwiegend ambulant vorgenommen. Zur Senkung des Infektionsrisikos wird eine Antibiotikaprophylaxe durchgeführt, welche am Abend vor der Untersuchung beginnt und bis zum Abend des dem Eingriff folgenden Tages andauert. Blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Aspirin, Plavix, Marcoumar, etc. ) müssen etwa eine Woche vor dem Eingriff abgesetzt werden. Über Besonderheiten (künstliche Herzklappen o.ä. ) sollten Sie Ihren behandelnden Arzt rechtzeitig vor der Untersuchung informieren, damit bei Bedarf ergänzende Vorsichtsmassnahmen getroffen werden können. Eine Narkose ist für die Prostatabiopsie fast nie erforderlich, die Region der Gewebeentnahme wird örtlich betäubt. Der Eingriff ist unangenehm aber nicht eigentlich schmerzhaft.
Durchführung
Zur zielsicheren Ortung wird eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt, mit der die Regionen der Prostata genau eingestellt und anschließend systematisch ultraschallgesteuert mit einer Hohlnadel punktiert werden können.
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