Klinikum Delmenhorst gGmbH
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst
Dr. med. Rüdiger W. Schlick
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Millionen Männer leben mit erektiler Dysfunktion. Sind Erektionshilfen, Medikamente oder Schwellkörperinjektionstherapien erfolglos, dann bieten Schwellkörperimplantate eine wirkungsvolle chirurgische Möglichkeit.
Die von uns verwendete Prothese besteht - ähnlich wie der künstliche Schließmuskel - aus drei Hauptbestandteilen und funktioniert hydraulisch. Es werden zwei Zylinder in die Schwellkörper des Penis implantiert, die über eine kleine Pumpe im Hodensack bei Bedarf aktiviert werden. Die Operation findet unter Vollnarkose statt und erfordert einen Krankenhausaufenthalt von etwa einer Woche bis zehn Tage.
Die Aktivierung der Prothese ist sechs bis acht Wochen nach der Operation möglich. Durch Druck auf die Pumpe im Hodensack werden die künstlichen Schwellkörper entweder gefüllt, so dass eine Erektion entsteht oder wieder entleert, wenn keine Erektion mehr gewünscht ist. Dadurch wird maximale Flexibilität im Bereich des Sexuallebens erreicht. Die Zufriedenheit der Patienten und ihrer Partnerinnen mit Schwellkörperprothese liegt bei über 80 Prozent.
Ebenso wie beim artifiziellen Sphinkter besteht bei der Penisprothese die Gefahr eines Zweiteingriffs, z.B. weil Teile des Systems ausgetauscht werden müssen oder weil das Implantat nicht vertragen wird. Die Rate dieser Komplikation liegt bei etwa 15 bis 20 Prozent.
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