Seitenanfang
Klinikum Delmenhorst
 

Hinweise

Die nachfolgenden Übungen sind für höhere klinische Semester des Medizinstudiums und zum Training für die chirurgische und thoraxchirurgische Facharztprüfung geeignet. Sie ersetzen das systematische universitäre Studium nicht, sondern dienen lediglich der ergänzenden Vertiefung von Lehrinhalten.

Einzelne Hinweise, Tipps und Tricks aus der Praxis entsprechen der eigenen klinischen Erfahrung und unterliegen im kritischen Hinterfragen wissenschaftlicher Resultate und Forschungsergebnisse einem stetigen Wandel.

Studieren Sie immer erst die einzelnen Themenkomplexe im Bereich "1. Bronchialkarzinome" und wenden sich dann den Fragen zu.

Legen Sie sich zum Training mehrere Zettel oder ein Heft resp. Ringbuch und ein Schreibgerät zurecht, das gut funktioniert. Versuchen Sie, das Training zur Anatomie schrittweise, aber komplett, quasi als eine Trainingseinheit zu absolvieren, um eine möglichst umfassende Vorstellung von der Anatomie und Topographie der Thoraxorgane zu bekommen.

Die korrekte und vollständige Antwort zur jeweiligen Aufgabe erhalten Sie durch einen Klick auf den Link unter den Abbildungen.

Kontakt

Chefarzt

Prof. Dr. Martin Teschner HUST
E-Mail an Prof. Dr. Martin Teschner

Sekretariat

Iris Martens
Telefon (04221) 99-4263
Telefax (04221) 99-4265

Klinische Semester: Pathologie der Lunge

Überblick

1. Bronchialkarzinome

2. Übungen zur Indikation zur Resektion von Bronchialkarzinomen

3. Übungen zur technischen und onkologischen Operabilität

4. Übungen zur funktionellen Operabilität

5. Übungen zu den Operationstechniken

 1. Bronchialkarzinome

Die nachfolgende PDF-Datei informiert Sie ausführlich und praxisnah über Diagnostik und Operation von Bronchialkarzinomen.

zurück zum Überblick

 2. Übungen zur Indikation zur Resektion von Bronchialkarzinomen

Aufgabe 1

Vor Ihnen sitzt eine 39jährige, sehr ängstliche Patienten mit histologisch nachgewiesenem Bronchialkarzinom im linken Lungenoberlappen in der Sprechstunde. Sie möchte wissen, ob er operiert werden kann.

Von welchen Faktoren hängt diese Therapieoption im Wesentlichen ab?

zurück zum Überblick

 3. Übungen zur technischen und onkologischen Operabilität

Aufgabe 2

Sehen Sie sich die Röntgenaufnahmen an, die sie mitgebracht hat (Abbildung 1-4), definieren Sie die Technik der Aufnahmen, beschreiben Sie die pathologischen Veränderungen exakt und beurteilen Sie, ob eine technische Operabilität besteht.

Abbildung 1 
Abbildung 1

Abbildung 2 
Abbildung 2

 

Abbildung 3 
Abbildung 3

Abbildung 4 
Abbildung 4

Aufgabe 3

Dieser 72jährige Patient klagt seit 8 Monaten über zunehmende
Luftnot. Sein behandelnder Pneumologie hatte bereits vor etwa 6 Monaten CT- Aufnahmen anfertigen lassen (Abb. 7). Der Patient hatte bisher jegliche weitere Diagnostik und Behandlung abgelehnt. Nachdem es ihm aber immer schlechter geht, möchte er sich doch operieren lassen.

Bestehen für ihn chirurgische Therapieoptionen?

Abbildung 7 
Abbildung 7

Aufgabe 4

Auch bei dieser 65jährigen Patientin wurde ein nicht- kleinzelliges
Bronchialkarzinom (NSCLC - non small cell lung cancer) nachgewiesen. Der Allgemeinzustand der Patientin ist schlecht, nach einer Gewichtsabnahme von 17kg in den letzten 3 Monaten, Husten mit massenhaft eitrigem Auswurf und Fieber bis 39,5° Celsius ist sie kaum körperlich kaum noch belastbar.

Beurteilen Sie die technische und onkologische Operabilität anhand der Abbildungen 9-11. Wie sieht es mit der funktionellen Operabilität aus?

Abbildung 9 
Abbildung 9

Abbildung 10 
Abbildung 10
Abbildung 11 
Abbildung 11

Aufgabe 5

Welche Lymphknotenstationen lassen sich zur Diagnostik von lymphogenen Metastasen eines Bronchialkarzinoms mediastinoskopisch erreichen und welche nicht? Welches diagnostische Verfahren steht in erster Linie alternativ zur Verfügung?

Aufgabe 6

In der Ambulanz stellt sich ein 27jähriger Patient mit nachfolgenden Fußveränderungen vor (s. Abb. 16). Histologisch wurde eine Metastase eines Bronchialkarzinoms (Adenokarzinom) nachgewiesen. Die Abbildung 17 zeigt eine Röntgenaufnahme des Fußes, die Abbildung 18 eine Knochenszintigraphie.

Wie beurteilen Sie die onkologische Operabilität des NSCLC der Lunge? Erläutern Sie die vorwiegenden Organe der Fernmetasierung eines Bronchialkarzinoms.

Abbildung 16 
Abbildung 16

Abbildung 17 
Abbildung 17

Abbildung 18 
Abbildung 18

zurück zum Überblick

 4. Übungen zur funktionellen Operabilität

Aufgabe 7

In der Ambulanz stellt sich ein eine 59jährige Patientin mit der Frage vor, ob eine Operation des histologisch im rechten Lungenoberlappen nachgewiesenen Bronchialkarzinoms (großzelliges Karzinom) funktionell möglich ist. Die Patientin hat große Sorge, dass sie nach der Operation Luftnot bei leichter körperlicher Belastung hat.

Wie beurteilen Sie die Lungenfunktion (Abb. 19, Tabelle 1)? Ist Ihre Sorge gerechtfertigt?

Abbildung 19 
Abbildung 19
Tabelle 1 
Tabelle 1

Aufgabe 8

Der 66jährige Patient leidet seit mehreren Jahren an Asthma. Jetzt hat sich ein Bronchialkarzinom im linken Lungenunterlappen gebildet. Er berichtet über Atemnot bei stärkerer körperlicher Belastung, kommt im alltäglichen Leben aber noch gut zurecht. Besonders morgens habe er reichlich eitrigen Auswurf. Als Beamter im Ruhestand arbeitet er gerne in seinem Garten, ohne sich allerdings - wie er sagt - zu verausgaben. Seit 5 Jahren habe er das Rauchen eingestellt.

Beurteilen Sie die Ergebnisse der Lungenfunktionsanalyse (Abb.20, Tabelle 2). Halten Sie eine Resektion des Lungenunterlappens funktionell für möglich? Wie könnte die Lungenfunktion - wenn überhaupt - verbessert werden?

Abbildung 20 
Abbildung 20

Tabelle 2 
Tabelle 2

Aufgabe 9

Bei der 53jährigen Patientin wurde ein links-zentrales Plattenepithelkarzinom der Lunge nachgewiesen. In den letzten 4 Monaten habe sie 17kg Gewicht verloren, zur Zeit rauche sie nur noch 15 Zigaretten am Tag, vorher habe sie ca. 20 Jahre lang 40-50 Zigaretten geraucht. Körperlich sei sie nur noch eingeschränkt belastbar. Entsprechend der bildgebenden Befunde ist das Karzinom technisch mittels Pneumonektomie operabel. Fernmetastasen sind nicht nachweisbar.

Ist eine Operation zu empfehlen? Analysieren Sie die Abbildung 21 im Zusammenhang mit den Daten der Tabelle 3. Welche Zusatzdiagnostik ist ggf. erforderlich?

Abbildung 21 
Abbildung 21

Tabelle 3 
Tabelle 3

Aufgabe 10

Bei diesem 74jährigen Patienten wurde von 2 Jahren eine Lungenunterlappenresektion rechts durchgeführt; jetzt liegt ein Tumorrezidiv rechts- zentral vor.

Erlauben die Resultate der Lungenfunktionsanalysen eine Rest- Pneumonektomie? Der prospektiv errechnete FEV1- Wert liegt bei 0.72l.

Abbildung 23 
Abbildung 23

Tabelle 4 
Tabelle 4

zurück zum Überblick

 5. Übungen zu den Operationstechniken

Aufgabe 11

Sehen Sie sich die nachfolgenden Bronchoskopie- Aufnahmen an und
entscheiden Sie, welche Operationstechnik zur onkologisch - radikalen Resektion des Bronchialkarzinoms und Rekonstruktion des Bronchialsystems alleine aufgrund der endobronchialen Befunde erforderlich ist (Abb. 24-27). Beschreiben Sie dabei immer zuerst ausführlich das jeweilige bronchoskopische Bild.

Abbildung 24 
Abbildung 24

Abbildung 25 
Abbildung 25

Abbildung 26 
Abbildung 26

Abbildung 27 
Abbildung 27

Aufgabe 12

Bei diesem 59jährigen Patienten wurde vor 10 Tagen aufgrund eines
zentralen Plattenepithelkarzinoms der Lunge eine Operation durchgeführt.

Welches Resektionsverfahren kam zur Entfernung des Tumors auf der Bronchialebene zum Einsatz (Abb. 28)? Wie beurteilen Sie den Operationserfolg?

Abbildung 28 
Abbildung 28

Aufgabe 13

Die Abbildungen 29 und 30 zeigen das Resektat aus dem rechten Lungenflügels eines 54jährigen Patienten mit Plattenepithelkarzinom.

Was vermuten Sie, welcher Lungenlappen wurde reseziert? Wie beurteilen Sie die endobronchialen Resektionslinien - ist der onkologische Sicherheitsabstand ausreichend?

Abbildung 29 
Abbildung 29
Abbildung 30 
Abbildung 30 

zurück zum Überblick

 

Letzte Aktualisierung 18.05.2010nach oben

©27

Klinikum
Delmenhorst gGmbH

Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst

Telefon04221 / 993
Fax04221 / 995005

info@klinikum-delmenhorst.de
Impressum  |  Datenschutz