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Klinikum Delmenhorst
 

Chefarzt Dr. Kokott

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Klinikum Delmenhorst gGmbH
Frauenklinik / Dr. Thorsten Kokott
Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst

Chefarzt

Dr. Thorsten Kokott
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Telefax (04221) 99-5768

Chefärztin Dr. Mildner

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Klinikum Delmenhorst gGmbH
Frauenklinik / Dr. Romana Mildner
Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst

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Krebserkrankungen

Überblick

Sie möchten sich informieren oder haben einen konkreten Verdacht, daß bei Ihnen eine Krebserkrankung vorliegen könnte. Dieser Bereich soll der ersten Information dienen - ausführlichere Informationen finden Sie unter auf den Seiten der Deutschen Krebshilfe.

Zunächst und vor allem aber wollen wir Ihnen Mut machen, im Falle eines Verdachtes die notwendigen weiteren Schritte zu gehen, denn den wichtigsten Beitrag zu einer erfolgreichen Behandlung können Sie selbst leisten, indem Sie frühzeitig und konsequent aktiv werden.

Viele Krebserkrankungen sind - wenn frühzeitig erkannt und behandelt - inzwischen heilbar und auch bei einer fortgeschrittenen Krebserkrankung ist es dank der medizinischen Forschung und ständigen Weiterentwicklung von Behandlungsverfahren möglich Lebensqualität so weit wie möglich zu erhalten. Wir stehen Ihnen bei der Diagnose einer Krebserkrankung zur Seite, informieren Sie möglichst zeitnah über die erhobenen Befunde und beraten Sie über individuelle Behandlungsmöglichkeiten.

Im Rahmen eines ganzheitlichen Behandlungskonzeptes ist uns neben einer kompetenten medizinischen Betreuung auch die Begleitung und Unterstützung bei der seelischen Verarbeitung der mit einer Krebserkrankung verbundenen Erschütterung und Ängste wichtig - zusätzlich zu den Mitarbeitern der Frauenklinik stehen Ihnen auf Wunsch eine Onko-Psychologin sowie die Mitarbeiter der Krankenhausseelsorge zur Verfügung.

 Brustkrebs
(Mammakarzinom)

Etwa jede 8. - 10. Frau in den westlichen Industriestaaten erkrankt im Laufe ihres Lebens an einem Brustkrebs - am häufigsten erkranken Frauen zwischen dem 60. - 65. Lebensjahr, aber auch sehr junge Frauen und - noch viel seltener - auch Männer können erkranken. Wie bei anderen Krebserkrankungen ist auch beim Brustkrebs die Früherkennung und damit der möglichst frühzeitige Beginn einer Behandlung von großer Bedeutung für den weiteren Verlauf der Erkrankung.

Risikofaktoren

Wenn auch die genauen Ursachen der Entstehung eines Brustkrebses noch nicht vollständig geklärt sind, so sind doch verschiedene Risikofaktoren bekannt unter anderem:

Symptome, Krankheitsanzeichen

Tastbare Knoten, Veränderung der äußeren Form oder des Umfanges einer Brust, Hautveränderungen, plötzliche Rötung der Brust, Einziehungen oder Vorwölbungen, Einziehung der Brustwarze oder Flüssigkeitsabsonderungen aus der Brustwarze oder aber Allgemeinsymptome wie unerklärlicher Gewichtsverlust können Anzeichen einer Brustkrebserkrankung sein. Es gibt aber auch viele gutartige Brusterkrankungen, die mit entsprechenden Veränderungen einhergehen - wichtig ist zunächst, eine Veränderung frühzeitig wahrzunehmen und dann die weitere Abklärung zügig zu veranlassen. Dazu möchten wir Sie ermutigen.

Je regelmäßiger Sie Ihre Brust untersuchen - idealerweise etwa 1 Woche nach der Regelblutung - um so besser werden Sie Veränderungen beurteilen können und erkennen. Ab dem 30. Lebensjahr gewähren die gesetzlichen Krankenversicherungen den entsprechend versicherten Frauen einmal jährlich zur Krebsvorsorgeuntersuchung mit Untersuchung der inneren und äußeren Geschlechtsorgane (ab dem 20. Lebensjahr) die Tastuntersuchung der Brust. Frauen zwischen 50 und 69 Jahren haben alle 2 Jahre Anspruch auf ein qualitätsgesichertes Mammographie-Screening, eine spezielle Röntgenuntersuchung der Brüste. Zum Untersuchungstermin werden die anspruchsberechtigten Frauen schriftlich eingeladen.

Wie geht es weiter? Diagnostik

Haben Sie eine Veränderung Ihrer Brust festgestellt, sollten Sie möglichst umgehend einen Termin mit Ihrem Frauenarzt zur Untersuchung vereinbaren. Neben der körperlichen Untersuchung ist hier gegebenenfalls schon eine Ultraschalluntersuchung zur weiteren Beurteilung möglich oder aber Sie werden für weitere Untersuchungen zu entsprechenden Fachärzten überwiesen. Zu nennen sind in diesem Rahmen z.B. die Mammographie = Röntgenuntersuchung der Brust oder bei bestimmten Befunden auch u.U. eine Magnetresonanztomographie.

Letztlich wird zumeist die Gewinnung von Gewebeproben zur weiteren Abklärung nötig sein. Eine Möglichkeit stellt beispielsweise die Hochgeschwindigkeitsstanzbiopsie unter Ultra-schallkontrolle dar, wie sie auch in unserer Klinik ambulant in örtlicher Betäubung durch-geführt wird. Sobald das feingewebliche Untersuchungsergebnisses vorliegt - nach wenigen Tagen - werden wir dies mit Ihnen besprechen und dann die ggf. weiter erforderliche Behandlung planen.

Therapie

Am Anfang der weiteren Behandlung steht zumeist eine Operation - mit dem Ziel das erkrankte Brustgewebe "im Gesunden" d.h. umgeben von unverdächtigem Brustgewebe zu entfernen. Angestrebt wird dabei die Brust zu erhalten - der durch die Entfernung des Tumors entstandene Gewebedefekt läßt sich durch entsprechende plastische Korrekturen mit Verschieben des restlichen Brustdrüsengewebes in aller Regel gut ausgleichen.

Zur Beurteilung des Tumorstadiums müssen auch potentiell betroffenen Lymphknoten in der Umgebung untersucht und entfernt werden. Im Rahmen der Sentinel- oder Wächterlymphknotenuntersuchung ist es möglich, ganz gezielt die Lymphabflußwege des Tumors zu untersuchen. Nach Markierung mit einer schwach radioaktiven Substanz kann der sogenannte Wächterlymphknoten mit einer speziellen Sonde in der Operation aufgespürt und über einen kleinen Schnitt entfernt werden. Zeigt die feingewebliche Untersuchung, daß der Wächterlymphknoten nicht durch Tumorzellen befallen ist, ist keine weitere Entfernung von Lymphknoten aus der Achselhöhle erforderlich. Sie profitieren von diesen mikroinvasiven Techniken unmittelbar durch die schnellere und weniger schmerzhafte Wundheilung und langfristig durch deutlich weniger Komplikationen.

Nach der Operation folgen weitere Untersuchungen zur Frage einer möglicherweise bereits erfolgten Fernmetastasierung und Festlegung des Tumorstadiums, über die wir Sie jeweils informieren. Liegen alle Ergebnisse vor erfolgt die Besprechung auf der interdisziplinären Tumorkonferenz - hier werden die verschiedenen Therapiemöglichkeiten bewertet und schließlich ein individuelles Behandlungskonzept empfohlen, das wir dann mit Ihnen besprechen.

Nach Brusterhaltender Operation empfehlen wir grundsätzlich die Bestrahlung der restlichen Brust. Diese Behandlung wird ebenso wie eine ggf. empfohlene Chemotherapie ambulant durchgeführt.
Nach Abschluß der Behandlung kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen, daß Sie sich körperlich und seelisch von den Anstrengungen der Behandlung erholen. Anschließend empfehlen wir die weitere regelmäßige Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und Hausarzt zur konsequenten Nachsorge.

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 Eierstockkrebs
(Ovarialkarzinom)

Etwa eine von 70 Frauen erkrankt an einem Krebs der Eierstöcke, das Durchschnittsalter beträgt 55 - 60 Jahre, prinzipiell können jedoch bösartige Tumoren der Eierstöcke bereits im Kindes- und Jugendalter auftreten. Die Ursache ist unbekannt, als Risikofaktoren gelten:

Die Einnahme oraler Kontrazeptiva ("Pille") senkt das Erkrankungsrisiko.

Da eine Krebserkrankung der Eierstöcke im Frühstadium häufig keine Beschwerden verursacht erfolgt die Diagnose oft erst spät z.T. auch als Zufallsbefund bei Abklärung anderer Erkrankungen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen mit Ultraschall beim Frauenarzt bieten jedoch die Möglichkeit, Veränderungen frühzeitig festzustellen - Blutuntersuchungen z.B. zur Bestimmung von Tumormarkern ermöglichen hingegen keine zuverlässigen Aussagen.

Im Falle auffälliger Veränderungen an den Eierstöcken sind ggf. zunächst weitere Untersuchungen wie Computer- oder Magnetresonanztomographie erforderlich. Um konkret beurteilen zu können, ob eine gutartige oder bösartige Veränderung vorliegt, muß letztlich eine Entnahme von Gewebe mit anschließender feingeweblicher Untersuchung durch den Pathologen erfolgen. Dies kann z.B. im Rahmen einer Bauchspiegelung zunächst auch ambulant erfolgen.

Symptome, Krankheitsanzeichen

Ein Ovarialkarzinom entsteht in einem oder beiden Eierstöcken und breitet sich mit fortschreitender Erkrankung über Gebärmutter und Bauchfell kontinuierlich im kleinen Becken aus. Dabei können die unmittelbaren Nachbarorgane wie Harnblase und Darm schließlich aber auch über den Lymph- und Blutweg entfernte Organe wie Leber oder Lunge befallen werden.

Therapie

Am Beginn der Behandlung steht eine möglichst radikale Entfernung aller Tumorzellen. Über einen mittleren Längsschnitt wird der Bauchraum eröffnet und die Eierstöcke, die Gebärmutter, das große Netz, der Blinddarm, die entsprechenden Lymphknoten sowie alle sichtbaren Tumorabsiedelungen entfernt. Liegen alle Ergebnisse vor erfolgt die Besprechung auf der interdisziplinären Tumorkonferenz zur Festlegung des individuellen Behandlungskonzeptes, das wir dann mit Ihnen besprechen.

In aller Regel wird die chirurgische Behandlung ergänzt werden müssen durch eine anschließende Chemotherapie mit der verbliebene nicht mehr sichtbare Tumorzellen zerstört bzw. zurückgedrängt werden. Nach Entlassung aus der stationären Behandlung kann die Chemotherapie dann in den vereinbarten Intervallen ambulant in der onkologischen Praxis an unserem Krankenhaus durchgeführt werden.

Nach Abschluß der Behandlung kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen, daß Sie sich körperlich und seelisch von den Anstrengungen der Behandlung erholen. Anschließend empfehlen wir die weitere regelmäßige Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und Hausarzt zur konsequenten Nachsorge.

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 Krebs der Gebärmutterschleimhaut
(Endometrium- oder Corpuskarzinom)

Das Corpuskarzinom ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau - es betrifft v.a. ältere Frauen - etwa ¾ der erkrankten Frauen befinden sich nach den Wechseljahren, nur 5 % sind jünger als 40 Jahre.

Risikofaktoren

Es gibt familiäre Häufungen - eine oder mehrere Verwandte 1. Grades sind erkrankt - sowie ein Zusammentreffen mit bestimmten Darmkrebserkrankungen.

Die Einnahme oraler Kontrazeptiva ("Pille") wie auch die Geburt mehrerer Kinder senkt das Erkrankungsrisiko.

Symptome und Diagnose

Klassische Symptome der Erkrankung sind auffälliger blutiger Ausfluß oder Blutungen jenseits der Wechseljahre. Liegen keine Blutungsstörungen vor, kann ein auffälliger Ultraschallbefund z.B. mit unerwarteter Dicke der Gebärmutterschleimhaut wegweisend sein. Die Diagnose wird in der Regel bei einer Ausschabung der Gebärmutterschleimhaut oder im Rahmen einer Spiegelung der Gebärmutterhöhle (Hysteroskopie) gestellt.

Therapie

Das Endometriumkarzinom geht von der Gebärmutterschleimhaut aus und breitet sich vor allem in Richtung Eileiter, Eierstöcke und Scheide aus. Bei einer Operation werden daher Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke und evtl. das obere Scheidendrittel entfernt. Im Frühstadium der Erkrankung kann diese Operation auch unter Einsatz minimalinvasiver Techniken im Sinne der laparoskopisch assistierten vaginalen radikalen Hysterektomie durchgeführt werden. Wenn der Tumor sich bereits weiter ausgebreitet hat oder ein Lymphknotenbefall erkennbar ist, werden auch die regionalen Lymphknoten aus dem Becken entfernt.

Liegen alle Ergebnisse vor erfolgt die Besprechung auf der interdisziplinären Tumorkonferenz zur Festlegung des individuellen Behandlungskonzeptes, das wir dann mit Ihnen besprechen. Im Anschluß an die Operation ist ggf. eine Bestrahlung des Scheidenstumpfes und / oder des Beckens sinnvoll. Die Bestrahlung ist schmerzfrei und kann mittlerweile so gezielt dosiert werden, daß Sie bei optimaler Wirkung nur mit möglichst geringen Nebenwirkungen rechnen müssen.

Nach Abschluß der Behandlung kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen, daß Sie sich körperlich und seelisch von den Anstrengungen der Behandlung erholen. Anschließend empfehlen wir die weitere regelmäßige Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und Hausarzt zur konsequenten Nachsorge.

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 Gebärmutterhalskrebs
(Cervix- oder Collumkarzinom)

Das Cervixkarzinom ist die vierthäufigste Krebserkrankung der Frau, es tritt am häufigsten bei Frauen zwischen 40 und 50 auf. Bei regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen und Abstrichkontrollen kann diese Erkrankung in einem sehr frühen Stadium diagnostiziert (ca. 60 % der Erkrankungen werden im Stadium I diagnostiziert) und dann in über 90 Prozent der Fälle vollständig geheilt werden.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren gehören u.a.

Insgesamt ist die Entstehung eines Cervixkarzinomes ein komplexer Vorgang, der in mehreren Schritten oft unter Bildung entsprechend auffälliger Zellveränderungen abläuft.

Symptome und Diagnose

Hauptsymptome bei Gebärmutterhalskrebs sind unregelmäßige Blutungen oder auffällige vaginale Absonderungen sowie Kontaktblutungen bei Geschlechtsverkehr.

Durch einen Zellabstrich vom Muttermund - wie er im Rahmen der Krebsfrüherkennungsuntersuchungen für Frauen ab 20 jährlich entnommen wird - kann die Erkrankung erkannt werden, bevor sie richtig entsteht.

Bei entsprechend auffälligem Abstrichergebnis sind zur feingeweblichen Untersuchung und Beurteilung der Ausdehnung von bösartigen Zellveränderungen dann weitere Gewebeproben erforderlich. Diese können z.B. im Rahmen einer ambulanten Operation gewonnen werden.

Bei Nachweis eines Gebärmutterhalskrebses wird zur Beurteilung der Tumorausbreitung in der Regel zusätzlich eine Blasen- und Darmspiegelung sowie eine Computer- bzw. ggf. eine Magnetresonanztomographie des Beckens bzw. Abdomens durchgeführt.

Therapie

Bei der Operation eines Gebärmutterhalskrebses wird in der Regel die gesamte Gebärmutter mit umgebendem Bindegewebe und einer Scheidenmanschette radikal entfernt. Zusätzlich werden außerdem die zugehörigen Lymphknoten im kleinen Becken entfernt. Unter bestimmten Umständen ist es jedoch möglich, die Gebärmutter bei Kinderwunsch trotz einer Krebsdiagnose zu erhalten.

Liegen alle Ergebnisse vor erfolgt die Besprechung auf der interdisziplinären Tumorkonferenz zur Festlegung des individuellen Behandlungskonzeptes, das wir dann mit Ihnen besprechen.
In fortgeschrittenen Tumorstadien ist eine Operation ggf. nicht sinnvoll, da mit einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie gleichwertige Ergebnisse bei geringeren Nebenwirkungen erzielt werden können. Durch die Kombination von innerer und äußerer Bestrahlung und die Möglichkeiten der optimalen Strahlendosierung werden die Nachbarorgane weitestgehend geschont. Bestrahlung und / oder Chemotherapie werden in aller Regel ambulant durchgeführt.

Nach Abschluß der Behandlung kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen, daß Sie sich körperlich und seelisch von den Anstrengungen der Behandlung erholen. Anschließend empfehlen wir die weitere regelmäßige Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und Hausarzt zur konsequenten Nachsorge.

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 Krebs am äußeren Genitale
(Vulvakarzinom)

Krebs des äußeren Bereiches der Scheide ist eher selten und betrifft v.a. Frauen im höheren Lebensalter (Senium).

Symptome

Ständiger Juckreiz, chronische Entzündungen und Wundsein, Schmerzen, übelriechender Ausfluß und Blutungen sind mögliche Anzeichen eines Vulvakarzinomes. Bei Betrachtung und Abtasten der Schamlippen bzw. äußeren Genitalregion zeigen sich warzen- oder geschwürähnliche Hautveränderungen oder Knoten.

Diagnose

Am Anfang steht die Gewinnung einer Gewebeprobe - in der Regel durch ambulante Biopsie in örtlicher Betäubung (Lokal- oder Regionalanästhesie). Darüber hinaus erfolgt eine Beurteilung der regionalen Lymphabflussgebiete im Bereich beider Leisten und der Beckenlymphknoten durch Computertomographie.

Therapie

Bei der Operation eines Vulvakarzinoms müssen die äußeren Geschlechtsteile (große und kleine Schamlippen, Kitzler) teilweise oder ganz, die Leistenlymphknoten und manchmal die Lymphknoten im Bereich der Oberschenkel radikal entfernt werden.

Im Rahmen der Sentinel- oder Wächterlymphknotenuntersuchung ist es möglich, ganz gezielt die Lymphabflußwege des Tumors zu untersuchen. Nach Markierung mit einer schwach radioaktiven Substanz kann der sogenannte Wächterlymphknoten mit einer speziellen Sonde in der Operation aufgespürt und über einen kleinen Schnitt entfernt werden. Zeigt die feingewebliche Untersuchung, daß der Wächterlymphknoten nicht durch Tumorzellen befallen ist, ist keine weitere Entfernung von Lymphknoten erforderlich. Sie profitieren von diesen mikroinvasiven Techniken unmittelbar durch die schnellere und weniger schmerzhafte Wundheilung und langfristig durch deutlich weniger Komplikationen.

Die Wundränder werden spannungsfrei zusammen genäht und entferntes Gewebe ggf. durch Haut- und Muskelgewebe aus der Oberschenkel- und Gesäßregion ersetzt und dabei plastisch so gestaltet, daß weiterhin ein Sexualleben ermöglicht wird. In manchen Fällen können kleinere Eingriffe z.B. mittels Lasertherapie ausreichend sein.

Liegen alle Ergebnisse vor erfolgt die Besprechung auf der interdisziplinären Tumorkonferenz zur Festlegung des individuellen Behandlungskonzeptes, das wir dann mit Ihnen besprechen. Zusätzlich zur chirurgischen Behandlung kann ggf. eine Strahlentherapie erforderlich sein.

Nach Abschluß der Behandlung kann eine Reha-Maßnahme dazu beitragen, daß Sie sich körperlich und seelisch von den Anstrengungen der Behandlung erholen. Anschließend empfehlen wir die weitere regelmäßige Untersuchung durch Ihren Frauenarzt und Hausarzt zur konsequenten Nachsorge.

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Letzte Aktualisierung 28.02.2011nach oben

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